Flagge von Papua-Neuguinea - Handelsstatistik-Übersicht
Ozeanien

Importdaten von Papua-Neuguinea: 6.17 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, ein Anstieg von 6.1%.

Zuletzt Aktualisiert: · Geprüft von Megan Sun · Gesamtsumme letztes Jahr (2023): $6,2Mrd. · Veränderung zum Vorjahr: +6,1% Exportdaten Ansehen

01Die wichtigsten Punkte

  • Papua-Neuguinea importierte 2023 Waren im Wert von 6,17 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 6,1 % gegenüber 5,82 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 und markiert das vierte Wachstumsjahr in Folge.
  • Australien lieferte 29,9 % der Importe (1,84 Milliarden US-Dollar) und ist zugleich das wichtigste Exportzielland Papua-Neuguineas. Diese Handelsbeziehung beruht auf formellen Handelsabkommen, die über Jahrzehnte hinweg geschlossen wurden.
  • Mineralische Brennstoffe standen mit 17,0 % (1,05 Milliarden US-Dollar) an der Spitze der Importkategorien, knapp vor Maschinen mit 16,2 % (997,41 Millionen US-Dollar).
  • Schiffe, Boote und schwimmende Konstruktionen gehörten mit 3,2 % (198,41 Millionen US-Dollar) zu den zehn wichtigsten Importkategorien. Sie sind Teil eines breiteren Spektrums an Maschinen und Ausrüstung, das mit dem Rohstoffsektor Papua-Neuguineas verbunden ist.

025-Jahres-Trend

Importtrend von Papua-Neuguinea, 5 Jahre Liniendiagramm des Importwerts von Papua-Neuguinea nach Jahr: 2019 $5,0Mrd., 2020 $4,1Mrd., 2021 $4,5Mrd., 2022 $5,8Mrd., 2023 $6,2Mrd. $5,0Mrd. 2019 $4,1Mrd. 2020 $4,5Mrd. 2021 $5,8Mrd. 2022 $6,2Mrd. 2023
Importwert von Papua-Neuguinea nach Jahr
Jahr 20192020202120222023
Wert $5,0Mrd.$4,1Mrd.$4,5Mrd.$5,8Mrd.$6,2Mrd.

03Top-Importmärkte (2023)

RangPartnerWertAnteil
1 Australien $1,8Mrd. 29,9%
2 China $1,2Mrd. 18,7%
3 Singapur $992,9Mio. 16,1%
4 Malaysia $439,5Mio. 7,1%
5 Indonesien $248,6Mio. 4,0%
6 Japan $224,6Mio. 3,6%
7 Thailand $174,8Mio. 2,8%
8 Nordkorea $144,7Mio. 2,3%
9 Übriges Asien, a.n.g. $133,8Mio. 2,2%
10 Neuseeland $126,4Mio. 2,0%

04Top-Importkategorien (2023)

RangKategorieWertAnteil
1 Mineralische Brennstoffe, Mineralöle und Produkte ihrer Destillation; Bitumenhaltige Stoffe; Mineralwachse $1,1Mrd. 17,0%
2 Kernreaktoren, Kessel, Maschinen und mechanische Geräte; Teile davon $997,4Mio. 16,2%
3 Elektrische Maschinen und Geräte sowie Teile davon; Tonaufzeichnungs- und -wiedergabegeräte, Bild- und Tonaufzeichnungs- und -wiedergabegeräte für das Fernsehen sowie Teile und Zubehör dieser Artikel $492,0Mio. 8,0%
4 Andere Fahrzeuge als Eisenbahn- oder Straßenbahnfahrzeuge sowie deren Teile und Zubehör $446,9Mio. 7,2%
5 Getreide $328,8Mio. 5,3%
6 Artikel aus Eisen oder Stahl $269,7Mio. 4,4%
7 Schiffe, Boote und schwimmende Strukturen $198,4Mio. 3,2%
8 Fleisch und essbare Schlachtnebenerzeugnisse $179,4Mio. 2,9%
9 Kunststoffe und Artikel daraus $150,1Mio. 2,4%
10 Verschiedene essbare Zubereitungen $117,2Mio. 1,9%

05Handelspartnerkarte

Wichtigste Handelspartner von Papua-Neuguinea, Import Radiales Diagramm der wichtigsten Handelspartner von Papua-Neuguinea nach Importanteil: Australien 29,9%, China 18,7%, Singapur 16,1%, Malaysia 7,1%, Indonesien 4,0%, Japan 3,6%, Thailand 2,8%, Nordkorea 2,3%, Übriges Asien, a.n.g. 2,2%, Neuseeland 2,0% Papua-Neuguinea (Eigenes Land) Australien 29,9% China 18,7% Singapur 16,1% Malaysia 7,1% Indonesien 4,0% Japan 3,6% Thailand 2,8% Nordkorea 2,3% Übriges Asien, a.n.g. 2,2% Neuseeland 2,0%

06Analyse

Die Importe sind vier Jahre in Folge gestiegen

Papua-Neuguinea importierte 2023 Waren im Wert von 6,17 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 6,1 % gegenüber 5,82 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022. Damit verzeichnete das Land das vierte Wachstumsjahr in Folge und den höchsten Gesamtwert innerhalb des hier betrachteten Fünfjahreszeitraums.

2019 beliefen sich die Importe auf 4,97 Milliarden US-Dollar, bevor sie 2020 auf 4,09 Milliarden US-Dollar zurückgingen, als die Pandemie den Welthandel beeinträchtigte. Im darauffolgenden Jahr setzte die Erholung ein. Der Gesamtwert stieg 2021 auf 4,50 Milliarden US-Dollar, 2022 auf 5,82 Milliarden US-Dollar und 2023 auf 6,17 Milliarden US-Dollar. Anders als die Exporte Papua-Neuguineas, die 2022 ihren Höchststand erreichten und im Folgejahr zurückgingen, sind die Importe seit ihrem pandemiebedingten Tiefstand jedes Jahr weiter gestiegen. Innerhalb dieses Datensatzes ist das ein ungewöhnliches Muster. Die Gesamtwerte der Exporte und Importe eines Landes entwickeln sich häufig parallel und steigen oder fallen im Rahmen desselben übergeordneten Konjunkturzyklus. Hier haben sich die Entwicklungen auseinanderbewegt, denn die Importe steigen noch lange nach dem Höhepunkt der Exporte weiter.

Australien ist der größte Lieferant Papua-Neuguineas und zugleich der wichtigste Abnehmer

Australien lieferte 2023 Waren im Wert von 1,84 Milliarden US-Dollar und deckte damit 29,9 % der Importe Papua-Neuguineas ab. Damit lag das Land deutlich vor allen anderen Handelspartnern. Australien ist zugleich das wichtigste Exportzielland Papua-Neuguineas, wie die zugehörigen Exportdaten für dieses Land zeigen. Australien verwaltete Papua-Neuguinea bis zur Unabhängigkeit im Jahr 1975 als Territorium. Anschließend schlossen die beiden Länder formelle Handelsabkommen, darunter eine Freihandelsvereinbarung im Jahr 1977 und eine erweiterte Wirtschaftspartnerschaft, die 2020 unterzeichnet wurde. Diese über Jahrzehnte gewachsene Beziehung zeigt sich deutlich auf beiden Seiten der Handelsbilanz Papua-Neuguineas. Nur wenige Länder in diesem Datensatz weisen eine derart enge Übereinstimmung zwischen ihrem wichtigsten Exportpartner und ihrem wichtigsten Importpartner auf. Der Grund dafür ist einfach. Die geografische Nähe, die gemeinsame Geschichte und die über Jahrzehnte entstandenen institutionellen Verbindungen tragen dazu bei, dass der Handel zwischen denselben beiden Ländern Jahr für Jahr in beide Richtungen fließt.

China belegte mit 18,7 % (1,16 Milliarden US-Dollar) den zweiten Platz, gefolgt von Singapur mit 16,1 % (992,92 Millionen US-Dollar). Dieser Anteil dürfte eher Singapurs Rolle als bedeutender regionaler Umschlagplatz für Schifffahrt und Warenumschlag widerspiegeln als den Import von Waren, die tatsächlich in Singapur hergestellt wurden. Zusammen entfielen auf diese drei Lieferländer 64,7 % des gesamten Importwerts. Malaysia steuerte 7,1 % (439,55 Millionen US-Dollar) bei, Indonesien 4,0 % (248,58 Millionen US-Dollar). Japan kam auf 3,6 % (224,63 Millionen US-Dollar), Thailand auf 2,8 % (174,79 Millionen US-Dollar). Die Demokratische Volksrepublik Korea belegte mit 2,3 % (144,68 Millionen US-Dollar) den achten Platz. Eine regionale Sammelkategorie für kleinere asiatische Märkte, die nicht einzeln erfasst werden, steuerte 2,2 % (133,83 Millionen US-Dollar) bei. Neuseeland vervollständigte die zehn wichtigsten Lieferländer mit 2,0 % (126,40 Millionen US-Dollar).

Brennstoffe und Maschinen dominieren eine importorientierte Investitionsgüterliste

Mineralische Brennstoffe führten 2023 alle Importkategorien an. Ihr Wert belief sich auf 1,05 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 17,0 % des Gesamtwerts. Maschinen und mechanische Geräte folgten mit 16,2 % (997,41 Millionen US-Dollar) knapp dahinter, während elektrische Maschinen 8,0 % (492,00 Millionen US-Dollar) ausmachten. Fahrzeuge trugen 7,2 % (446,94 Millionen US-Dollar) bei, Getreide 5,3 % (328,77 Millionen US-Dollar). Waren aus Eisen und Stahl erreichten 4,4 % (269,72 Millionen US-Dollar), Schiffe, Boote und schwimmende Konstruktionen 3,2 % (198,41 Millionen US-Dollar). Auf Fleisch entfielen 2,9 % (179,36 Millionen US-Dollar), auf Kunststoffe 2,4 % (150,12 Millionen US-Dollar). Verschiedene genießbare Lebensmittelzubereitungen schlossen die zehn wichtigsten Kategorien mit 1,9 % (117,16 Millionen US-Dollar) ab.

Maschinen, elektrische Ausrüstung, Fahrzeuge, Waren aus Eisen und Stahl sowie Schiffe machen zusammen einen beträchtlichen Anteil dieser Liste aus. Diese Kombination deutet auf anhaltend hohe Kapitalinvestitionen hin und nicht lediglich auf den privaten Verbrauch der Haushalte. Schwere Ausrüstung dieser Art wird üblicherweise für Bau-, Bergbau- und Energieprojekte eingesetzt, also für dieselben Sektoren, die den Exporthandel Papua-Neuguineas prägen. Getreide und Fleisch spiegeln dagegen eine grundlegendere Realität wider: Es handelt sich um Grundnahrungsmittel, von denen das Land nicht genug selbst produziert, um die Nachfrage zu decken. Diese Aufteilung zwischen Investitionsgütern und Grundnahrungsmitteln ist in rohstofforientierten Volkswirtschaften weit verbreitet. Die Einnahmen aus dem Export von Gas und Gold finanzieren die Ausrüstung, die für den Betrieb dieser Projekte erforderlich ist. Gleichzeitig schließen kleinere, aber stetige Mengen importierter Lebensmittel Versorgungslücken, die durch die heimische Landwirtschaft allein nicht gedeckt werden können.

Insgesamt zeigen die Importdaten Papua-Neuguineas für 2023 ein Land, das weiterhin umfangreich in seine Rohstoffbasis und Infrastruktur investiert und sich bei der Versorgung vor allem auf Australien stützt. Regionale Logistikzentren wie Singapur decken einen bedeutenden Teil des übrigen Bedarfs ab. Zusammen mit den Exportdaten desselben Landes betrachtet, zeichnen beide Seiten das Bild einer einzigen Volkswirtschaft. Papua-Neuguinea exportiert Gas und Gold über eine begrenzte Zahl wichtiger Handelspartner und importiert über viele dieser Partner zugleich die Ausrüstung und Grundbedarfsgüter, die für den laufenden Betrieb erforderlich sind.

07Häufig gestellte Fragen

Papua-Neuguinea importierte 2023 Waren im Wert von 6,17 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 6,1 % gegenüber 5,82 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022. Damit war es das vierte Jahr in Folge mit Wachstum.

Australien lieferte 2023 29,9 % der Importe Papua-Neuguineas (im Wert von 1,84 Milliarden US-Dollar). Damit ist Australien zugleich das wichtigste Exportziel Papua-Neuguineas. Diese Handelsbeziehung beruht auf formellen Handelsabkommen, die bis ins Jahr 1977 zurückreichen.

Mineralische Brennstoffe führten 2023 alle Importkategorien an und machten 17.0% des gesamten Importwerts aus, was einem Wert von 1,05 Milliarden US-Dollar entsprach. Damit lagen sie knapp vor Maschinen mit 16,2% (997,41 Millionen US-Dollar).

Maschinen, elektrische Ausrüstung, Fahrzeuge, Eisen- und Stahlwaren sowie Schiffe machen zusammen einen beträchtlichen Anteil der Importliste Papua-Neuguineas aus. Diese Zusammensetzung deutet auf anhaltende Kapitalinvestitionen im Bergbau- und Energiesektor des Landes hin und nicht lediglich auf den gewöhnlichen privaten Verbrauch.